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[Bildunterschrift: Leitete bis Dezember 2011 den deutschen Auslandsnachrichtendienst BND: Ernst Uhrlau. ]
Der frühere Chef des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, arbeitet jetzt für die Deutsche Bank. Ein Sprecher des Instituts bestätigte einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Uhrlau berät demnach die Bank bei der Analyse globaler Risiken. Uhrlau sei seit Anfang Februar als freiberuflicher Berater für die Deutsche Bank tätig, sagte der Sprecher. Laut "Spiegel" ist Uhrlaus neue Tätigkeit mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla abgesprochen und gebilligt worden.
Der 65-jährige Uhrlau war erst im Dezember pensioniert und als Chef des deutschen Auslandsnachrichtendienstes verabschiedet worden. Der Sozialdemokrat war seit 2005 sechs Jahre lang BND-Präsident. Zuvor war er für sieben Jahre Geheimdienstkoordinator der Bundesregierung und auch fünf Jahre lang Chef des Hamburger Verfassungsschutzes.
Die Organisation Transparency International, die sich gegen Korruption und für Transparenz engagiert, plädiert gegen einen schnellen Wechsel von Politikern und Spitzenbeamten in die Privatwirtschaft. Mindestens drei Jahre sollten vergehen, bevor Anstellungen oder Beraterpositionen angenommen werden, die in direktem Zusammenhang mit der staatlichen Tätigkeit stehen. "Es gibt zwischen Politik und Wirtschaft eine zu große Nähe. Das zeigt sich auch an der Reihe ehemaliger Politiker und Spitzenbeamten, die die Seiten gewechselt haben", beklagte die deutsche Organisationschefin, Edda Müller, vor einem Monat in der "Süddeutschen Zeitung".
In der Wirtschaft hat der Gesetzgeber vergleichbare Interessenskonflikte reguliert. So schreibt das Deutschen Aktiengesetz beispielsweise in §100 fest, dass innerhalb eines Unternehmens in der Regel erst nach zwei Jahren ein Vorstandsmitglied in den Aufsichtsrat wechseln kann. Auch schreiben viele Arbeitsverträge vor, dass nach dem Weggang aus einer Firma für einen bestimmten Zeitraum nicht zu Mitbewerbern gewechselt werden darf.
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